Liebe Unternehmen und Führungskräfte, macht euch auf Etwas gefasst: Nach Restaurants, Ärzten und Lehrern seid ihr an der Reihe. Eure höchsten Gerichte im Netz heißen unter anderem kununu.com, meinchef.de, bizzwatch.de.

Meine Empfehlung: Nehmt sie ernst, setzt euch mit diesen Seiten auseinander. Ich rede hier nicht von einem Hype. Bereits seit 2006 können Arbeitgeber in Deutschland bewertet werden. Eine erste mediale Resonanz entwickelte sich 2008. Danach ebbte das Interesse wieder ab. Doch nicht die Relevanz bei Angestellten und Ex-Mitarbeitern, ihre Arbeitgeber in Bezug auf Betriebsklima, Aufstiegschancen und Gehälter zu beurteilen. Mittlerweile schreibt der erste Anbieter schwarze Zahlen und gehört für 3,6 Millionen Euro der XING AG. Bleibt das Wachstum weiterhin erfreulich, zahlt das Hamburger Karriere-Netzwerk weitere 5,8 Millionen Euro bis 2015.

Doch nun zur Plattform selbst: Mit etwa einer Viertelmillion Bewertungen und knapp 80.000 Profilen von Unternehmen scheint ausreichend Gesprächsstoff vorhanden zu sein, um auf kununu.com eine Bewertung abzugeben. Und diese sollte nicht als reine Mecker-Orgie frustrierter Mitarbeiter, die im Schutze ihrer Nicknames einmal richtig Dampf ablassen wollen, missinterpretiert werden. 3 Millionen Klicks pro Monat zeigen, dass die Plattform als Stimmungsbarometer auf reges Interesse stößt. Eine Redaktion stellt zudem sicher, dass es sachlich und informativ zur Sache geht, der Ton angemessen bleibt. Weiteres Plus: Ein Punktesystem ermöglicht schnelle Orientierung. Wer mehr wissen will, kann sich intensiver mit Erfahrungsberichten zu einzelnen Aspekten wie Bewerbungsprozess, Arbeitsverhalten, Management & Chefs auseinander setzen.

Ein Fundus an Informationen für zukünftige Bewerber – und für das Qualitätsmanagement des jeweiligen Unternehmens, das daraus hoffentlich die richtigen Schlüsse ableitet statt sie zu ignorieren.